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Die Stimme des Stoppelfeldrennes
Wenn jemand auf dem Stoppelfeldrennen neben den heulenden Motoren noch etwas anderes hört, so wird das wohl Dank der Supertechnik von Sunflower meine Stimme sein.

Zunächst noch recht ruhig und vornehmlich erklärend wird diese im Laufe der Rennen zunehmend emotionsgeladener und heiserer. Als Kommentator habe ich vom Rennleitungswagen natürlich eine tolle Sicht auf das Renngeschehen und auf das Fahrerlager. Imponierend ist jedes Jahr wieder die Vielfalt der Autos und deren technische Raffinessen, die in monatelanger Kleinarbeit in die Autos hineingebastelt werden. Da ist es auch zunächst mein Anliegen diese speziellen Autotypen dem Publikum vorzustellen und zu erklären.

Doch gehen die Rennen erst einmal los, so gibt es bei uns auf dem Rennleitungswagen natürlich eine Unmenge an Dingen die gleichzeitig zu beachten sind. Aus dem Fahrerlager kommen tausend Anfragen: "Wann bin ich dran?", "Wo liege ich jetzt?", "Darf ich noch einmal fahren?"... Auf der anderen Seite läuft ein spannendes Rennen: Wer liegt jetzt vorne? Was ist mit dem Auto von...los? Was spritzt da jetzt wieder raus? usw.

Tja, und dann sind da auch noch die Zuschauer, die nicht nah genug ans Geschehen herankommen können und lieber noch durch die Absperrungen schreiten. Überall muß man mit den Augen sein und für alles die richtige Reaktion bereithalten. Aber gerade das macht auch den Reiz dieser Aufgabe aus. Vor allem weil die Initatioren so ein tolles Team sind und alle an diesem Tag Höchstleistungen vollbringen, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Die Rennen zu verfolgen ist natürlich sehr interessant. Man freut sich mit den Siegern und leidet mit den "Loosern", vor allem wenn mal wieder so ein kleines technisches Problem einen schon fast vorprogrammierten Sieg dahinschwinden läßt. Aber das ist das "Rennleben".

Während der Rennen bin ich eigentlich ohne Pause am Kommentieren. Dabei kann man sich natürlich nicht alle Ergebnisse merken, so daß man erstmal sortieren muß, wie sich die Finalrennen zusammensetzen. Dann steigert sich die Spannung bis zum Siedepunkt. Sind die letzten Läufe dann beendet, alle Sieger stehen fest und alles ist unfallfrei über die Bühne bzw. den Acker gegangen, sind wir von der Rennleitung sehr erleichert. Die Siegerehrung durchzuführen, den Looser ins Schlammloch zu befördern und allen Helfern und Sponsoren zu danken ist dann meine letzte und sehr angenehme Aufgabe.

Ich wünsche uns für das diesjährige Stoppelfeldrennen eine ähnlich harmonische Atmosphäre wie in den letzten Jahren und freue mich wie immer auf das sicherlich schönste Highlight, das unsere Region zu bieten hat.

Bis dahin...
Jochen Meyer zu Drewer

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