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Stoppelfeldrennen & Landwirtschaft
20 Jahre Stoppelfeldrennen heißt auch, ebenso oft wurde ein Stoppelfeld gebraucht. Für die Rennleitung war es manchmal schwierig einen geeigneten Acker zu finden und diesen auch noch von den Behörden genehmigt zu bekommen. Aus Dankbarkeit für die nicht zu erwartende Solidarität der Landwirte und Anwohner möchten wir mit einem Rückblick nochmal an die einzelnen Standorte erinnern.

Die Geschichte des Stoppelfeldrennens in Aschen begann schon in den sechziger Jahren als Fritz Schollmeyer Altwagenrennen auf seinem Acker veranstaltete. Es wurde so lange gefahren bis kein Fahrzeug mehr lief. Dieses Veranstaltung wurde nur einmal wiederholt, da sie verboten wurde.

Die ersten Jahre der heutigen Stoppelfeldfahrergeneration waren sehr unproblematisch. Die Eltern von Martin Schollmeyer ließen Anfang der achtizger Jahre die jungen Leute etwa fünf Jahre lang ihre kleinen Rennen mit höchstens 10 Autos austragen. Die Verpachtung der Flächen führte dazu, daß man 1985 auf den Acker der Familie Abker ausweichen mußte. Die Möglichkeit bot sich nur drei Jahre, da die Fläche sich Wassereinzugsgebiet befand und deshalb nicht mehr genehmigt wurde. Einen Abstecher nach Kleekamp folgte 1988.

Ab 1989 mußte umgedacht werden, da für den Abend eine Disko vorgesehen war, mußten folgende Kriterien erfüllt werden:
Verkehrsanbindung, Frischwasseranschluss, Abwasserentsorgung, Stromversorgung und Verständigung mit den Anwohnern.

Das Feld der Familie Tappmeyer an der B 68 erfüllte für drei Jahre diese Auflagen. 1992 bot sich ein Acker der Familie Menzel westlich vom Dahauser Sonnenhang an. Hier konnte zwei Jahre gefahren werden. Die Belastung durch Staub, Lärm und einer immer größer werdenden Teilnehmerzahl führte dazu Herrn Dallmeyer nach einer Fläche im Industriegebiet zu fragen. Hier benötigte man auch eine Fläche von Herrn Ahlert zum Parken. Das Industriegebiet bot die bisher besten Voraussetzungen bei Versorgung-, Entsorgung- und Immisionsproblemen. Die Fruchtfolge Getreide-Getreide-Mais und die Bodenverdichtungen auf Grund der feuchten Witterung 1996 ließen aber eine weitere Nutzung nicht zu. Georg Conrad und Jochen Meyer zu Drewer stellten 1997 den inzwischen von Tappmeyer's gepachteten Acker erneut zur Verfügung, hierbei mußte Georg Conrad das Getreide kurzfristig abmähen. Die Kosten für die Trocknung des Getreide wurden ihm erstatte.

Die beiden letzten Jahre fanden die Rennen auf dem Acker der Familie Blanke statt. Hier traten ganz andere Probleme auf. Die Hauswasserversorgung war nicht leistungsfähig genug, der Stromanschluß reichte nicht aus die Verieselung der Kläranlage schaffte die Abwasserentsorgung nicht, so daß es zurück ins Haus drückte. Erstmalig wurde ein Notstromaggregat benötigt. Im zweiten Jahr war es der ständige Niederschlag der dafür sorgte, das am Nachmittag die Rennstrecke auf dem Acker umgesteckt werden mußte.

Nach den Erfahrungen der Landwirte stellt sich heraus, das die Ackerflächen im Turnus wechseln sollten. Die Landwirte können die Fruchtfolgen einhalten und die Böden werden nicht mehrere Jahre nacheinander mit der Rennstrecke belastet, da dies bei schlechter Witterung der Bodenfrucht-barkeit schadet. Nach Gesprächen mit den eventuell in Frage kommenden Landwirten bahnt sich eine im Rahmen der Fruchtfolge willkommende Lösung an. Drei Landwirte stellen ihren Acker jedes dritte Jahr zur Verfügung und Bestellen das Feld mit einer Frucht die garantiert am zweiten Wochenende im August abgeerntet ist.

Die Mitglieder des Stoppelfeldrennen-Vereins möchten sich an dieser Stelle herzlichst bei allen bislang befürworteten Landwirten bedanken, die durch ihren Einsatz (Ackerfläche, Trecker, Schwierigkeiten mit Besuchern, verursachten Müll, Biergläser in Gärten etc.) erst den Grundstein gelegt haben für diese Veranstaltung.

Heinrich Blanke

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