« zurück Die NOZ schreibt über das Rennen 2003... Nicht nur bei den Zuschauern, die sich mit großen Schirmen, feuchten Halstüchern und kühlen Getränken zu schützen versuchten, hinterließ die sengende Sonne auf Tappmeyer’s Stoppelacker ihre Spuren. Auch den „Hauptdarstellern“, den aufgemotzten Boliden, machte die Saharahitze zu schaffen: 18 der beim „23. Aschener Stoppelfeldrennen“ auf die Strecke gegangenen Autos blieben auf dieser, denn sie wurden ein Fall für den Schrotthändler. Das ganze Ausmaß dessen, was sich Samstag über den ganzen Tag bis zum frühen Abend an motorischem Geschehen abspielte, war nämlich gestern früh als Überbleibsel im Fahrerlager zu besichtigen: Boliden aller Wettbewerbe, von der Serien- über die Offene Klasse bis hin zum Eigenbau, boten ein Bild der Traurigkeit: In den meisten Fällen war es der Zylinderkopf, der wegen der enormen Hitze den Geist aufgegeben hatte. Von den äußerlichen Erscheinungsbildern der Renner - Blechschäden, abgerissene Räder etc. - einmal ganz abgesehen. Die Veranstaltung stand im krassen Gegensatz zu der des Vorjahres: Musste 2002 die Veranstaltung auf Grund lang anhaltender Regenfälle und somit total aufgeweichten Ackers noch abgebrochen werden, so dominierten dieses Mal Trockenheit und Hitze. Allein 75 Kubikmeter Wasser wurden auf die Ein-Kilometer-Piste gefahren und der Ackerboden öfters eingeebnet, so dass es für alle Teilnehmer optimale Bahnverhältnisse gab. Indessen ist das Organisationsteam von „Gruppe 6 Aschen“ glücklich über den Verlauf: Kein Wagen überschlug sich oder fing Feuer, kein Fahrer erlitt Verletzungen. So blieben die Männer der Feuerwehr ohne Arbeit, was man allerdings von den Einsatzkräften des örtlichen DRK nicht sagen kann: Sie mussten zahlreiche kreislaufgeschädigte Zuschauer versorgen. Abgesehen von den ernsthaft ausgetragenen Läufen um Sieg und Platz wurde dieses Mal auch das Juxrennen „Don Camillo und Peppone“ wieder zum Leben erweckt, allerdings mit einer willkommenen Bereicherung, denn ein ganz besonderer Ehrengast saß in einem dritten Auto. Während Pastor Rainer von Oppen alias Don Camillo in einem Opel Kadett zum Wettkampf gegen Bürgermeister Goerg Majerski (Peppone/Golf GTI) antrat, stand ein drittes Auto neben ihnen auf der Starlinie, gegen das die beiden dann keine Chance hatten. Dieses Auto nämlich, ein Scirocco GTI, fuhr kein Geringerer als der ehemalige Rallye-Cross-Fahrer Franz Pickel. Der Motorsportler aus Erlangen, jetzt in Miami/Florida beheimatet, hatte während eines Fluges in die USA von einem Mitpassagier von dem Aschener Stoppelfeldrennen gehört und davon, dass dort jährlich ein „Franz-Pickel-Wanderpokal“ ausgefahren wird. So kam er spontan nach Aschen, zeigte bei der Fahrt gegen Don Camillo und Peppone, dass er nichts verlernt hat und überreichte am Abend zur Siegerehrung eigenhändig den riesigen „Pott“, von dem er zuvor noch nichts wusste. Eine weitere Showeinlage zwischen den einzelnen Läufen bot der rasante Auftritt der heimischen Rallye-Cross-Fahrer Martin Schollmeyer, Roland Traumvetter, Christian Braß, Manfred Schimweg und Marc Goetz mit ihren Wettbewerbsautos, mit denen sie an den Läufen zur Deutschen Meisterschaft im Deutschen Rallye-Cross-Club (DRCV) teilnehmen. ![]() « zurück |